Mit verschiedenen Grifformen nimmt der Masseur auf die Haut und die
darunter liegenden Strukturen des Körpers Einfluß und ruft
damit eine lokale und eine allgemeine Wirkung hervor.
Die oberste Schicht der Haut (Hornschicht) wird durch die Bewegung der
Haut abgeschiefert und die abgestorbenen Zellen werden abgerieben.
Durch die Manipulation der Haut werden die einzelnen Hautschichten
verschoben und dadurch voneinander gelöst. Ablagerungen, die sich
in den einzelnen Schichten befinden, werden zerrieben; Verklebungen
werden gelöst.
Durch freigesetze Gewebshormone werden die Gefäße erweitert,
dadurch wird die Durchblutung lokal erhöht. Durch diese
Hyperämie wird der ortliche Stoffwechsel stark verbessert und ein
besserer Gasaustausch wird ermöglicht. Durch die Hyperämie
entsteht aber auch Wärme, die das örtliche Lymphsystem
positiv beeinflußt.
Die intensive Kreislaufwirkung steht bei der allgemeinen Wirkung im Vordergrund.
Durch die Anregung des Blutkreislaufes werden alle angeschlossenen Systeme ebenfalls besser versorgt:
- Die Lunge wird besser durchblutet und der Gasaustausch damit verbessert
- Die Leber (Entgiftungsorgan im Körper) wird besser durchblutet und arbeitet dadurch besser
- Eiweißstoffe können besser auf-, ab- und umgebaut werden
- Der Nierenstoffwechsel wird verbessert und regt damit die Harnproduktion an
- Der Blutdruck sinkt - das Herz wird entlastet
- Durch die Gefäßerweiterung nehmen die Muskelzellen vermehrt Zuker auf - der Blutzuckerspiegel sinkt
- Der "Leukozytensturz": Bei der Massage werden Gewebshormone frei. Die geplatzten Mastzellen locken die Leukozyten (=Abwehrzellen im Körper) an die massierten Gebiete. Dadurch wird die Immunabwehr gesteigert.
Die klassische Massage wirkt sich positiv aus auf:
- die Psyche
- die Gefäße
- die Muskulatur
- die Nerven
- und hat über den Reflexbogen eine sogenannte Fernwirkung

